HÄUFIGE FRAGEN - Hintergrundinformationen und praktische Hinweise

 

Auf der nachfolgenden Seite vermitteln wir Ihnen Hintergrundinformationen und praktische Hinweise. Wenn sich darüber hinaus weitere Fragen ergeben, zögern Sie nicht, uns anzurufen oder zu schreiben. Wir sind für Sie da!


Krankenkasse - Welche Leistungen sind versichert?

Im Pflichtleistungskatalog der obligatorischen Grundversicherung nach Krankenversicherungs-Gesetz (KVG) sind Beiträge an Brillengläser oder Kontaktlinsen für Personen bis 18 Jahre sowie für medizinisch bedingte Fälle vorgesehen. Die allgemeinen Beiträge sind per 1. Januar 2011 gestrichen worden. Die Beiträge an Kinder und Jugendliche wurden am 1. Juli 2012 auf der Mittel-und Geräteliste (MiGel) wieder eingeführt.

Brillengläser/Kontaktlinsen
MiGel Pos-Nr. 25.01.01.00.1 L
bis zum vollendeten 18. Lebensjahr
pro Jahr: CHF 180.00
Bedingung: 1 augenärztliches Rezept pro Jahr. Eventuelle unterjährliche Folgeanpassungen können durch einen Augenoptiker/eine Augenoptikerin erfolgen.

Spezialfälle Brillengläser/Kontaktlinsen (inkl. Anpassung) oder Schutzgläser 
MiGel Pos-Nr. 25.02.01.00.1 L

Bei krankheitsbedingten Refraktionsänderungen z.B. Katarakt, Diabetes, Makulaerkrankungen, Augenmuskelstörungen, Amblyopie, Medikamen-teneinnahme. Status nach Operation (z.B. Katarakt, Glaukom, Amotio retinae).
pro Seite, einmal pro Jahr: CHF 180.00
Bedingung: ärztlich verordnet

Spezialfälle für Kontaktlinsen I
MiGel Pos-Nr. 25.02.02.00.1 L
Visusverbesserung um 2/10 gegenüber Brille bei Myopie ab -8,0 Dioptrien; bei Hyperopie ab +6,0 Dioptrien; bei Anisometropie ab 3,0 Dioptrien, falls Beschwerden.
pro Seite, alle 2 Jahre: CHF 270.00 
Bedingung: ärztlich verordnet

Spezialfälle für Kontaktlinsen II
MiGel Pos-Nr. 25.02.03.00.1 L
Bei irregulärem Astigmatismus; Keratokonus, Hornhauterkrankungen oder -verletzungen, Status nach Hornhaut-Operation, Iris-Defekte.
pro Seite, ohne zeitliche Limitierung: CHF 630.00

Bitte beachten Sie: Private Zusatzversicherungen zur Krankenkasse sind von diesen Regelungen resp. Einschränkungen nicht betroffen. Je nach Versicherungsdeckung werden also stets noch Beiträge an Brillen und Kontaktlinsen geleistet. Kontaktieren Sie bei Fragen Ihre Krankenkasse.

 

Ihre Augen sind ein Fenster zu Ihrer Gesundheit

Ihre Augen offenbaren viel über Ihre Gesundheit, nicht nur, ob Sie gut  oder schlecht sehen. Kein anderes Organ Ihres Körpers zeigt so deutlich den Zustand Ihrer Arterien und Venen an wie Ihre Augen. Ihr Augenarzt kann Ihre Blutgefässe im Augenhintergrund direkt begutachten. Ihre Augen zeigen dem Augenarzt erste Auffälligkeiten, die auch die Sehqualität beeinträchtigen können. Deshalb sind regelmässige Augenuntersuchungen so wichtig. Selbst wenn Sie gut sehen und auch ansonsten keine Probleme mit den Augen haben, sollten Sie Ihre Augen mindestens einmal im Jahr kontrollieren lassen. Ihre Augen sprechen eine Sprache, die nur Ihr Augenarzt versteht.

Kopfschmerzen
Kopfschmerzen sind nicht immer auf äussere Faktoren zurückzuführen. Die Ursachen für Kopfschmerzen können sehr vielfältig sein. Kopfschmerzen können das Ergebnis einer Überbeanspruchung der Augen sein, aber auch auf eine unkorrigierte Fehlsichtigkeit zurückzuführen sein (d. h. dass Sie keine Sehhilfe verwenden, weil der Bedarf noch nicht erkannt wurde). Darüber hinaus können Kopfschmerzen in Folge einer Nebenhöhlenentzündung oder einer Überlastung der Augen aufgrund einer Fehlstellung entstehen. Einige schwere Krankheiten können insbesondere im Bereich der Augen und der Stirn Kopfschmerzen verursachen. In seltenen Fällen könnte es sich um ein Anzeichen für ein Glaukom (hoher Augeninnendruck) oder einen nicht diagnostizierten Tumor handeln. Es ist wichtig, die Ursachen regelmässiger Kopfschmerzen durch einen Augenarzt zu diagnostizieren und nach Möglichkeit zu behandeln.

Bluthochdruck
Eines der ersten Anzeichen für Bluthochdruck ist die Unregelmässigkeit und Verengung der Blutgefässe. Der Augenarzt hat die Möglichkeit, sich während der Augenuntersuchung die Blutgefässe des Augenhintergrunds anzusehen. Deshalb geht es bei einer Augenuntersuchung bei Ihrem Augenarzt um mehr als nur um die Untersuchung Ihrer Probleme beim Sehen. Sie ist auch ein Gesundheitscheck für Ihre Arterien und Venen.

Diabetes
Ist Ihnen häufig heiss, haben Sie ständig Durst, schwankt Ihr Sehvermögen von einem Tag auf den anderen und nehmen Sie an Gewicht zu oder ab? Dann könnten Sie an Diabetes leiden. Eine Untersuchung des Augenhintergrunds kann Ihrem Augenarzt mehr darüber sagen. Diabetes betrifft zuerst die kleinen Blutgefässe, einschliesslich jener im Augenhintergrund. Das kann der Augenarzt bein einer Augenuntersuchung feststellen. Die Früherkennung von Diabetes ist für die langfristige Behandlung dieser Krankheit besonders wichtig.

Schlaganfall
Wenn Sie an Bluthochdruck leiden, müssen Sie sichergehen, dass durch die Behandlung alle Blutdruckspitzen im Laufe des Tages abgedeckt werden. Die Netzhaut liefert hierüber wichtige Angaben, so dass der Augenarzt Ihnen Auskunft geben kann, wenn Sie Ihren Gesundheitszustand wegen des Schlaganfallrisikos genauer beobachten sollten. Verengte Blutgefässe in der Netzhaut ergeben ein bestimmtes Muster, das bei einer speziellen Augenuntersuchung identifiziert werden kann. So kann der Augenarzt Ihnen helfen, Ihr Schlaganfallrisiko zu verringern.

Hoher Cholestrinspiegel
Im Rahmen einer Augenuntersuchung kann der Augenarzt auch Anzeichen für hohe Cholestrinwerte im Blut feststellen. Fette lagern sich an den Gefässwänden der Netzhaut ab und verändern deren Struktur, was bei einer Untersuchung der Blutgefässe im Augeninnern sichtbar wird. Eine Sklerose (pathologische Gewebeverhärtung oder -verdickung) und Verstopfung durch Fettablagerungen kann Bluthochdruck, Herzkrankheiten und sogar Schlaganfälle verursachen. Die Früherkennung und Behandlung eines erhöhten Cholestrinspiegels hilft, Sie vor diesen Krankheiten zu schützen, Ihre Lebensqualität zu verbessern und möglicherweise Ihre Lebenserwartung zu verlängern.

Problem feststellen, bevor Sie sie sehen
Auch die Augen selbst sind anfällig für Krankheiten. Viele davon zeigen sich nur durch minimale Symptome, können aber eine Reihe von Problemen verursachen, die von verschwommener Sicht bis zur Erblindung reichen. Sie sind für die Gesundheit Ihrer Augen selbst verantwortlich. Führen Sie täglich einen einfachen Augencheck durch, indem Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Fühlen sich meine Augen gesund an?
  • Sehen meine Augen gesund aus?
  • Kann ich gut sehen?

 

Augenkrankheiten - Die häufigsten Erkrankungen

Glaukom (Grüner Star)
Ein Glaukom verursacht einen erhöhten Augeninnendruck, den das Auge nicht mehr selbst regulieren kann. Die Druckveränderung schädigt den Sehnerv und beeinträchtigt die Sehqualität erheblich, zunächst peripher und dann in der Mitte. Das Problem ist, dass Sie es nicht spüren und die Gefahr erst bemerken, wenn es zu spät ist. Ihre Augen stehen ständig unter Druck, aber bei einem Glaukom steigt dieser Druck langsam an, ohne dass Sie es bemerken.

Das Glaukom ist eine der am besten erforschten Augenkrankheiten, aber auch weiterhin eine der gefährlichsten, weil es erst in einem sehr späten Stadium merkliche Symptome verursacht. Ein unbehandeltes Glaukom kann unwiderruflich zur Erblindung führen. Deshalb ist die Früherkennung so wichtig. Ihr Augenarzt kann schon die ersten Veränderungen im Rahmen regelmässiger Augenuntersuchungen feststellen.

Die Glaukombehandlung reicht von der Anwendung einfacher Augentropfen im Frühstadium bis zur Lasertherapie und schiesslich chirurgischen Eingriffen in weiter fortgeschrittenen Fällen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein beschädigter Nerv nicht wiederhergestellt, gesunde Nerven jedoch geschützt werden können. Regelmässige jährliche Kontrollen beim Augenarzt sind vollkommen schmerzlos und können der Glaukomvorbeugung helfen.

Katarakt (grauer Star)
Bei einem Katarakt trübt sich die Augenlinse. Das ist bei älteren Menschen häufiger der Fall, kann aber in manchen Fällen aufgrund genetischer Veranlagung auch bei jungen Erwachsenen auftreten. Die Anzeichen eines sich entwickelnden Katarakts sind getrübtes Sehvermögen und zunehmende Blendempfindlichkeit. Auch das Aufofahren bei Nacht wird immer unangenehmer.

Zur Behandlung des Katarakts muss die menschliche Augenlinse entfernt und durch ein künstliches Implantat ersetzt werden. Dabei handelt es sich um die weltweit am häufigsten durchgeführte Augenoperation. Es ist wichtig zu wissen, dass UV-Einstrahlung die Entwicklung eines Katarakts beschleunigt. Deshalb ist UV-Schutz mittels Brillen oder Kontaktlinsen sehr wichtig, wobei Kontaktlinsen, die die UV-Strahlung absorbieren, kein Ersatz für Sonnenbrillen mit UV-Blocker sind, weil sie das Auge und dessen Umgebung nicht vollständig abdecken.

Bitte vereinbaren Sie mit Ihrem Augenarzt eine Augenuntersuchung, falls Sie an getrübtem Sehvermögen leiden.

Alterbedingte Makuladegeneration (AMD)

Trockene Makuladegeneration
Die meistverbreitete Form ist die trockene Makuladegeneration. Dabei sterben die lichtempfindlichen Sehzellen der Makula vermutlich infolge Unterversorgung langsam ab. Rund 90% aller Makulaerkrankungen fallen unter diese Gruppe. Weil diese Form von Makulageneration mit dem Alterungsprozesse zusammenhängt, ist sie auch als altersbedingte Makuladegeneration bekannt. Der Grund, warum die Makula bei gewissen älteren Menschen schwindet und bei anderen nicht, ist noch unbekannt. Heute weiss man hingegen, dass genetische Risikofaktoren bei der Entstehung der altersbedingten Makuladegeneration eine Rolle spielen. Falls also jemand in Ihrer Familie an Makuladegeneration leidet, sollten sich alle Familienmitglieder über vierzig von einem Augenarzt untersuchen lassen.

Ausser dem Einsatz von Vitaminen und Antioxidantien gibt es zur Zeit noch keine anerkannte medizinische Behandlung der trockenen Makuladegeneration. Hingegen kann das Sehvermögen mit optischen Hilfsmitteln verbessert werden.

Menschen mit trockener Makuladegeneration sollten ihre Augen regelmässig mit dem sogenannten Amsler-Gitter testen, denn in wenigen Fällen (ca. 15%) kann sich im Spätstadium aus einer trockenen Makuladegeneration eine feuchte entwickeln.

Feuchte Makuladegeneration
Bei der feuchten Makuladegeneration bilden sich neue Blutgefässe in der Makula. Aus diesen undichten Blutgefässen tritt Flüssigkeit aus, die die lichtempfindlichen Zellen der Makula beschädigt. Dieser Prozess wird üblicherweise von wahrnehmbaren Symptomen begleitet: gerade Linien werden gewellt und später erscheinen Flecken in Ihrem Gesichtsfeld. Falls man sich dann keiner Behandlung unterzieht, wird ein grosser Teil der Nervenzellen in der Makula innert einiger Wochen bis wenigen Monaten abgetötet oder zumindest schwer geschädigt. Dieser Schaden kan nicht mehr rückgängig gemacht werden, weil die Nervenzellen in der Makula nicht mehr nachwachsen, wenn sie einmal zerstört sind.

 

Wie wähle ich die richtige Brille?

Schmales, ovales Gesicht
Diesen Gesichtern stehen auffällige Formen. Durch die Betonung der Waagrechten wirken das Gesicht fülliger und die Wangenknochen höher.
 

Kantiges Gesicht
Dazu passen verschiedene Brillenformen: Eckige Fassungen sorgen für einen selbstbewussten Auftritt. Wer eher seine weibliche Seite betonen möchte, greift zu einer runden Brille.
 

Ovale Gesichter
Ovale Gesichter sind perfekte Brillengesichter: Fast jeder Trend kann aufgegriffen werden. Ovalen Gesichtern stehen die meisten Modelle.
 

Rundes Gesicht
Rund trifft auf eckig: Gerade markante Brillen sind ideal, um bei runden Gesichtern einen kontrastierenden Akzent zu setzen.
 

Rechteckiges Gesicht
Rechteckige Gesichtsformen werden mit einer grossen, runden Brille perfekt umspielt.

Zudem muss die Brillenfassung anatomisch perfekt sitzen, d.h. bei einer Kunststoffbrille muss der Nasensteg breit genug sein, damit sich das Gewicht der Brille gleichmässig über den Nasenrücken verteilt. Ansonsten entstehen Druckstellen. Bei einer Metallbrille muss die Stegbreite natürlich auch passen. Hier lastet das Gewicht der Brille ausschliesslich auf den beiden Nasenpads. Diese dürfen nicht zu klein sein. Ansonsten können auch hier Druckstellen entstehen, weil sich das Brillengewicht auf eine kleinere Fläche konzentriert. Keinesfalls darf die Brillenfassung auf den Wangen aufliegen.

Der Durchblickpunkt bei einer Brillenfassung muss sich vertikal mittig oder leicht nach innen befinden. Ansonsten wirkt die Brille zu klein oder zu gross. Der horizontale Durchblickpunkt sollte sich im oberen Drittel befinden.

Die obere Wölbung der Brillenfassung sollte möglichst parallel zu den Augenbrauen verlaufen.

Die Bügel müssen lang genug sein, damit diese bequem hinter dem Ohr angepasst werden können.


Worauf muss ich beim Kauf einer Kinderbrille achten?

Kinderbrillen müssen einen guten Halt aufweisen. Der Halt kann sofern nötig mit Sportbügelenden verbessert werden.

Es sind ausschliesslich bruchsichere und splitterfreie Gläser zu verwenden (Kunststoff, Polycarbonat oder Trivex).

Kinderaugen sind empfindlicher gegen UV-Strahlung als die Augen von Erwachsenen. Daher gilt es, die Augen von Kleinkindern mit Sonnenbrillen gegen UV-Strahlung zu schützen. Auch normale Korrekturbrillen müssen nach oben gut abschliessen, weil auch ungetönte Brillengläser einen guten UV-Schutz bieten (UV 350 - 365). Merke: Das Brillenglasmaterial beeinflusst den UV-Schutz, nicht die Tönung. Die Tönung bietet lediglich einen Blendschutz. Weil sich aber die Pupille hinter einem dunklen Glas mehr öffnet, muss der UV-Schutz bei einer Sonnenbrille unter Umständen mit einem UV-Blocker verstärkt werden (UV 400).

Die Brillenfassung muss aus stabilen und flexiblen Materialien beschaffen sein (z.B. Titanflex).

Bei Kleinkindern (Babys) sollte auf einen Babysteg (Sattelsteg) geachtet werden, weil das Nasenbein noch nicht vollständig ausgeprägt ist.

Damit bei einer Kinderbrille die jährlichen Krankenkassenleistungen bis zum vollendeten 18. Altersjahr bezogen werden können, muss jährlich ein augenärztliches Rezept vorliegen. Überjährige Versorgungen können durch uns erfolgen.


Wie reinige ich meine Brille richtig?

Zuerst die Gläser mit lauwarmem Wasser gut abspülen. Danach am besten Handabwaschmittel auf den Fingern verflüssigen und damit die Gläser reinigen. Anschliessend die Gläser wieder mit lauwarmem Wasser gut abspülen. Zum Schluss die Gläser mit einem sauberen, feinen und wasseraufsaugenden Tuch trocknen. Baumwolltuch, ganz feines Kleenexpapier, aber keinesfalls Haushaltpapier verwenden.

Sporadisch die Brille im Ultraschallbad reinigen. Damit lösen sich Fett- und Schweissablagerungen in den Ritzen und Kanten der Brillenfassung.

Zur richtigen Pflege der Brille gehört auch die Vermeidung hoher Hitzeeinflüsse. Ab ca. 60° besteht das Risiko von Schichtablösungen auf den Kunststoffgläsern. Zudem können bei Kunststoffbrillen die Gläser aus der Fassung fallen, weil sich das Fassungsmaterial aufweicht. Daher nie mit der Brille in die Sauna resp. die Brille im Hochsommer im Auto liegen lassen.


Wann ist es Zeit für eine neue Brille?

Es empfiehlt sich, die Sehstärke alle zwei Jahre überprüfen zu lassen. Danach lässt sich beurteilen, ob es Sinn macht, die Gläser zu wechseln oder nicht.

Die Brille ist inzwischen aber auch ein Modeaccessoir. Warum also nicht auch  ab und zu eine neue  Brille zu einem neuen Outfit kaufen?


Wie schütze ich mich als Brillenträger vor UV-Strahlen? 

Der beste Schutz bietet das Tragen einer Sonnenbrille. Aber Sonnenbrille ist nicht gleich Sonnenbrille. Es gilt abzuklären, welche Anforderungen die Sonnenbrille erfüllen muss. Wird diese lediglich in der Stadt zum Flanieren getragen, wird sie hauptsächlich zum Autofahren eingesetzt oder ist der Träger ein Outdoorfreak, der seine Sonnenbrille vor allem in den Bergen trägt, wo die UV-Konzentration besonders hoch ist?

Zum Flanieren reicht eine Tönung von 75 %. Eine Dégradé-Färbung (oben dunkel, unten hell) lässt die Sonnenbrille zudem sehr modisch wirken. Wird die Sonnenbrille auch zum Autofahren getragen, darf die Tönung nicht mehr als 85 % betragen. Darüber hinaus ist das Glas nicht für den Strassenverkehr geeignet, da zu dunkel. In den Bergen muss die Sonnenbrille zusätzlich rundum gut abschliessen, damit die Augen vollständig gegen Wind und Wetter geschützt sind. Dabei verhindern Belüftungsschlitze ein Anlaufen der Gläser.

Jede Sonnenbrille sollte genügend gross sein, damit die Augen vor peripheren UV-Strahlen, sei es durch Reflektion oder schräg einfallendem Sonnenlicht, gut geschützt werden. Bezüglich Sitzverhalten, Grösse, etc. gelten die gleichen Anforderungen wie bei einer Korrekturbrille. Auch das bei der Kinderbrille umschriebene Verhältnis zwischen Tönung und UV-Schutz findet hier seine Anwendung.


Was ist und wann empfiehlt sich eine Gleitsichtbrille?

Eine Gleitsichtbrille ermöglicht dem Träger eine klare Sicht von fern bis nah. Das Glas ist so aufgebaut, dass sich bei normaler Kopf- und Körperhaltung beim Blick geradeaus die Fernkorrektur vor der Pupille befindet. Wenn sich beim Lesen der Blick senkt, passt sich die Korrektur im Glas der veränderten Sehdistanz an.

Ab ca. 40 Jahren macht sich das nachlassende Einstellungsvermögen der natürlichen Augenlinse bemerkbar. Am Anfang lässt sich dieses Manko mit grösseren Leseabständen und hellerem Licht kompensieren. Eine Person mit kurzsichtigen Augen (sieht in die Ferne schlecht) kann zudem die Brille einfach absetzen und damit noch lange sehr gut lesen.

Wer jedoch nicht ständig seine Fernbrille auf- und absetzen oder der Rechtsichtige (braucht in die Ferne keine Korrektur) nicht ständig nach seiner Lesebrille suchen möchte, dem sei eine Gleitsichtbrille empfohlen. Wir erklären Ihnen die Vor- und Nachteile eines solchen Glases ganz genau. Trotz der vielen Vorteile, ist ein Gleitsichtglas keine "Eierlegende Wollmilchsau". Arbeiten am PC lassen sich mit einem Gleitsichtglas auf längere Zeit nur schlecht erledigen.


Welche Brille eignet sich für die Arbeit am PC?

Eine Brille, welche mittlere und nahe Distanzen abdeckt, ist für die PC-Arbeit geeignet. Der Aufbau einer PC-Brille gestaltet sich ähnlich demjenigen einer Gleitsichtbrille. Allerdings mit dem Unterschied, dass sich beim PC-Glas - im Fernkorrekturbereich des Gleitsichtglases - neu die Korrektur für mittlere Distanzen bis ca. 1.50 m befindet. Der Lesebereich ist analog dem Gleitsichtglas im unteren Bereich des Glases angesiedelt. Damit kann der Träger in bequemer Kopf- und Körperhaltung den Bildschirm überblicken und bei Blicksenkung optimal lesen.

 

Welche Brille eignet sich zum Autofahren?

Beim Autofahren ist der freie Blick, auch seitliche, wichtig: Die Brillengläser sollten nicht zu klein sein, die Fassung schmale Ränder und hoch angesetzte Bügel haben. Man sollte, ohne den Kopf bewegen zu müssen, auch das Geschehen im Rück- bzw. Seitenspiegel überblicken können.

Entspiegelung
Diese Spezialbehandlung macht Gläser lichtdurchlässiger und verhindert Lichtreflexe von Strassenbeleuchtung oder entgegenkommenden Fahrzeugen. Ein Muss für brillentragende Verkehrsteilnehmer, auch wenn die Entspiegelung eine etwas häufigere Reinigung der Gläser erfordert.

Tönung
Wer abends und nachts auf der Strasse unterwegs ist, sollte auf eine Tönung der Gläser verzichten. Obwohl kaum sichtbar, schluckt sie wertvolles Licht.

Perfekter Sitz
Wenn die Brille dauernd auf der Nase rutscht, nützen präzise ausgerechnete und zentrierte Korrektionsgläser wenig. Ein perfekter, bequemer und rutschfreier Sitz der Brille ist in diesem Zusammenhang besonders wichtig.

Ersatzbrille
Bei längeren Fahrten und auf Reisen immer dabei haben!

Kontrastverstärkende Gläser
Als verkehrstauglich zugelassene Spezialgläser können bei schlechten Lichtverhältnissen zu einer verbesserten Kontrastwahrnehmung verhelfen.